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VENRO-Vorstandsmitglieder werden Gender Champions

VENRO-Vorstandsmitglieder auf der digitalen Mitgliederversammlung im Dezember 2020

Es gibt sie immer noch: Panels, die mit Menschen nur eines Geschlechts besetzt sind – meistens sind die Redner_innen dann ausschließlich Männer. Die VENRO-Vorstandsmitglieder haben nun beschlossen, nicht mehr an solchen einseitig besetzen Panels teilzunehmen.

Machen wir ein Experiment: Schließen Sie die Augen und stellen sich ein beliebiges Podium vor. Wer sitzt dort und spricht? In der Realität finden sich dort überwiegend Männer. Allerdings hängt das auch stark vom Thema ab. Wenn es um Geschlechtergerechtigkeit, Kinderrechte oder Gesundheit geht, sehen wir oftmals mehr oder ausschließlich Frauen.

VENRO setzt Signal gegen #manels

Die VENRO-Arbeitsgruppe Gender hat das Problem aufgegriffen und dem VENRO-Vorstand vorgeschlagen, sich selbst zu verpflichten, nicht mehr an geschlechtlich einseitig besetzen Panels auch bekannt als #manels teilzunehmen. Die zehn Vorstandsmitglieder waren schnell einverstanden.

Was ändert sich damit konkret? Ab jetzt fragen Vorstandsmitglieder bei Einladungen zu Podien beim Veranstalter nach, ob mehrere Geschlechter auf dem Podium vertreten sind. Sollte das Panel nun ausschließlich einseitig besetzt werden, sagen sie die Teilnahme ab und begründen es in diesem Fall auch mit der einseitigen Besetzung.

Was wollen wir erreichen?

Das Ziel der VENRO-Gender-Champions ist es, zu zeigen, wie Geschlechtergleichstellung auf einfache und wirksame Art gefördert werden kann. VENRO erreicht damit drei Dinge:

  • Konferenzleitungen und Veranstaltungsorganisator_innen werden durch die Anfrage der Panelbesetzungen sensibilisiert – wenn sie es nicht ohnehin schon sind.
  • Der Verband inspiriert seine Mitglieder und regt sie zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema an.
  • Wir setzen unsere eigene Arbeit geschlechtergerecht um und leisten einen Beitrag zu unseren strategischen Ziele, hier insbesondere Ziel 8.

Das Vorbild: Die International Gender Champions

Die Idee entstand in Anlehnung an das Konzept der International Gender Champions, ein Netzwerk von Führungskräften aus internationalen Organisationen und Regierungsvertreter_innen. Ziel dieser Initiative ist es, mehr Dynamik auf dem Weg zu Geschlechtergerechtigkeit zu schaffen. Aktuell gibt es bereits über 250 Gender Champions. Jede_r Champion verpflichtet sich unter anderem, nicht mehr an Panels teilzunehmen und/oder keine Key-Notes im Rahmen von Panels zu halten, in denen nur Personen eines Geschlechts vertreten sind.